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LAGOM: DER SCHWEDISCHE WEG ZUM GÜCK

Aus dem hohen Norden kommen neben den modernsten Einrichtungstrends bekanntlich auch die glücklichsten Menschen. Vor allem die Schweden belegen verlässlich einen Top-Platz in den Rankings. Ihr Rezept dafür ist so einfach wie effektiv: Das Glück liegt in der Mitte. Lagom ist daher nicht nur das neue hygge, sondern auch das neue „happy“.

DIE PHILOSOPHIE DER WIKINGER

Wer sich mit Wohntrends und Glücksforschung beschäftigt, blickt unweigerlich nach Skandinavien. War dabei noch vor Kurzem das dänische hygge in aller Munde, kommt man neuerdings um einen anderen Begriff nicht herum: lagom – die Formel zum Glück auf die schwedische Art. Dieses Wort, für das es keine eindeutige Übersetzung ins Deutsche gibt, bedeutet so viel wie „nicht zu viel, nicht zu wenig“. Ähnlich wie bei Aristoteles’ Lehre der goldenen Mitte geht es darum, in allen Lebensbereichen das richtige Maß zu finden. Der Legende nach reicht auch lagom weit in die Geschichte zurück und stammt aus einer Zeit, in der die Wikinger am Lagerfeuer einen Trinkbecher im Kreis herumreichten. Laget om – „einmal für die ganze Mannschaft“ – verkürzte sich schließlich zu lagom.

EIN SCHWEDISCHER BALANCEAKT

Lagom zu leben heißt, das Prinzip der Ausgewogenheit fest im Alltag zu verankern. Arbeit und Freizeit sollen sich genauso die Waage halten wie Zeit für sich und Zeit in Gesellschaft. Die Kaffeepause, Fika genannt, ist etwa ein Fixpunkt im Arbeitsalltag. Ein wichtiger Teil der schwedischen Lebensart ist es außerdem, achtsam mit seinem Körper umzugehen. Sich ausgewogen zu ernähren, während man sich hin und wieder trotzdem eine Pizza gönnt. Ohne Fitness-Wahn regelmäßig Sport zu machen. Sich gerade so viel zu nehmen, wie man braucht – das gilt auch im Zusammenleben mit den Mitmenschen sowie der Umwelt. Anders als das dänische hygge, das zum Genuss der kleinen Alltagsmomente aufruft, greift lagom also weit tiefer und ist somit ein umfassenderes Lebenskonzept.

Tatsächlich hat lagom so einiges zum Leben in und als Gesellschaft zu sagen. Das ausgeglichene Glück funktioniert nämlich nur dann, wenn alle daran teilhaben können – so wie einst beim Mettrinken der Wikinger. Gemeinschaftssinn und Gerechtigkeit prägen die schwedische Mentalität ebenso wie Understatement und die Zufriedenheit mit dem, was man hat und wer man ist. Eng verbunden mit lagom ist daher das skandinavische „Jante“-Prinzip: ein inoffizieller Verhaltenskodex, der besagt, dass man sich anderen gegenüber nicht überlegen fühlen sollte. Mit Zwang zur Mittelmäßigkeit hat die Suche nach der Mitte aber nichts zu tun. Im Gegenteil: Wer lagom lebt, schätzt gute Qualität und konzentriert sich auf das Wesentliche. So kann lagom dabei helfen, die wahren Werte und Prioritäten im Leben zu erkennen.

Wohnstil lagom einrichten

WOHNUNG: LAGOM EINRICHTEN

Für mehr lagom im Alltag hilft es, auch beim Einrichten das richtige Maß zu finden. Lagom wohnen heißt entrümpeln und vereinfachen, sich auf Möbel und Dinge konzentrieren, die einem etwas bedeuten. Das kann wie ein kleiner Befreiungsakt wirken und Platz für die Dinge schaffen, die das Leben lebenswert machen – Zeit mit Familie und Freunden oder Raum für das liebste Hobby. Unterstützt wird eine harmonische, ausgeglichene Atmosphäre zu Hause von natürlichen Materialen wie Holz, dezenten Farben und aufgeräumten Flächen. Um für die nötige „Kuscheligkeit“ zu sorgen, sind weiche, flauschige Materialien wie Schaffellteppiche und Accessoires in einer Kontrastfarbe und nordischen Mustern ein guter Tipp fürs lagom Wohnen.

Ob im Büro oder zu Hause, im Umgang mit sich selbst oder mit anderen – lagom kann dabei unterstützen, die wahren Werte und Prioritäten im Leben zu erkennen. Etwa dass das größte Glück nicht himmelhoch jauchzt, sondern schlicht und einfach Zufriedenheit heißt.

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